Offensive Tanz

Offensive Tanz

Neue Projektleitung der Offensive Tanz

Nora Amin und Elisa Ricci übernehmen ab Juni 2022

Wir freuen uns sehr, dass wir Nora Amin und Elisa Ricci als neue Projektleitung der Offensive Tanz gewinnen konnten. Ab Juni 2022 werden die beiden die Position im Co-Management übernehmen – ein neues Modell, das Vielfalt und kollaborative Strukturen unterstützt. Canan Erek, die diese Position bisher innehatte, widmet sich anderen Aufgaben, bleibt der Offensive Tanz als künstlerische Leiterin des Projektpartners PURPLE Tanzfestival aber weiterhin verbunden.

Bereits im April und Mai ebnet das Duo den Weg für seine bevorstehenden Aufgaben, indem es beginnt, den Schwerpunkt "Equity" innerhalb der Offensive Tanz zu stärken.

"Equity" im Sinne von Gleichberechtigung, Chancengerechtigkeit und machtkritischer Diversität steht in der zweiten Förderperiode der Offensive Tanz (2022/23) im Fokus aller Aktivitäten – nicht als ein einmaliges Projekt oder isolierte Praxis, sondern als aktive Haltung, die uns auffordert, für mehr Gerechtigkeit bei unserem Tun zu sorgen. Die Arbeit an einem gleichberechtigten Zugang zu Kultur, speziell Tanz, erfordert, dass wir diese Sichtweise in jeden Aspekt unseres Handelns als Organisation integrieren.

Die Projektleitung an das Duo Elisa Ricci und Nora Amin zu übergeben, trägt dieser Haltung Rechnung und befördert den langfristigen Aufbau von diskriminierungskritischen Strukturen.

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Kurzbiografien

Nora Amin ist Choreografin, Autorin, Performerin und Expertin für Kulturmanagement und Kulturpolitik. Seit 2016 ist sie in der Tanzszene Berlins aktiv. Autorin der feministischen Essays „Weiblichkeit im Aufbruch“ und „Tanz der Verfolgten“ (MSB Matthes & Seitz), Mitglied der Steuerungsgruppe für ein zukünftiges Berliner Tanzvermittlungszentrum, ehemalige Mentorin und Expertin beim Flausen+Bundesnetzwerk und bei PAP/LAFT, Hauptkuratorin des Symposiums „Creating Access Diversity“ im Dachverband Tanz 2021. Derzeit Vorstandsmitglied des Deutschen Zentrums des Internationalen Theaterinstituts. In ihrer künstlerischen Arbeit und in ihrem Schreiben/Forschung konzentriert sie sich auf marginalisierte Formen und Perspektiven in Tanz und Performance sowie auf den kritischen Diskurs zu Rassismus, Patriarchat und Kolonialität.

Elisa Ricci arbeitet seit 15 Jahren mit Tanz als Kuratorin, Dramaturgin und Tanzwissenschaftlerin. Sie versteht Kuratieren und kulturelle Arbeit als kritische, radikal kollektive Praxis. Sie hat Präsentations- und Austauschformate sowie Lernräume mitkonzipiert und co-kuratiert: u.a. Performing Translation (Genua 2010); Rehearsing Collectivity - Choreography Beyond Dance (Berlin 2011). Als Dramaturgin hat sie u.a. das Kollektiv LIGNA begleitet, bei dem Projekt The Great Refusal (2014-16). Sie ist Mitherausgeberin des Buches Rehearsing Collectivity - Choreography Beyond Dance (2012). Sie forscht und schreibt über das Kuratieren im Tanz: u.a. Festival That Listen! (2018); Can We Curate Dance Without Making a Festival? (2019). Von 2017 - 2022 ist sie Promotionsstipendiatin der Rosa-Luxemburg-Stiftung für ihre tanzwissenschaftliche Dissertation (Freie Universität Berlin) zu Tanzkuratieren und Dekolonialität. Seit 2019 berät sie institutionelle Transformations- und Veränderungsprozesse mit Fokus auf Gerechtigkeit, Arbeitskulturen, kollektiver Leadership, u. a. hat sie die Steuerungsgruppe für ein zukünftiges Tanzvermittlungszentrum in Berlin begleitet und beraten (2020-21).